Holland – Tag 12 – Der letzte Tag und Indonesian Tears


Wir haben keinerlei Pläne mehr für unseren letzten kompletten Tag in den Niederlanden, denn morgen gehts ja auf die lange Heimreise. Unsere tägliche Morgenroutine klappt prima und schließlich wollen wir noch ein letztes Mal zum Strand denn die Sonne scheint und es ist beinahe windstill.

Zuerst fahren wir nochmal zum Jumbo denn beim letzten Mal (in Amsterdam vor 4 Tagen) hatte Dunja so etwas wie einen Bubbletea gesehen und diesen wollten sie jetzt haben. Leider gibt es beim Jumbo in Den Haag sowas nicht. Wir fahren zum Strand und sind erstmal etwas überrascht, weil es beinahe keinen Parkplatz gibt. Wir cruisen ein bisschen rum und finden auch einen wo unser Auto reinpasst. Rucksack geschultert und ab zum Meer! Am Weg durch die Dünen kommt eine Oma am elektrischen Rollstuhl von hinten. Sie wartet brav bis sie unbehindert am Sand vorbeifahren kann aber dann gehts runter den Hügel auch wieder runter. Mit Fernweh und Rückenwind pfeift der elektrische Rollstuhl an uns vorbei. Wir stellen uns vor, dass die Bremsen versagen und sie ungebremst ins Meer klatscht, weil der Schwung einfach ausgereicht hat.

Heute ist hier definitiv was los, der Strand ist “Voll” also soweit man das hier als voll bezeichnen kann. Wenn jemand 3 Meter entfernt sitzt kommt einen das schon nahe und störend vor. Nichts gegen das Strandbad-Sardinen-liegen. Das Wetter passt sodass die Mädels gleich den Bikini anziehen und anfangen Muscheln zu suchen. Auch wäre eventuell angedacht noch einmal ins Meer zu springen. Wir entspannen erstmal etwas und ich fange an ein Loch zu buddeln, um zuerst Jasmin und dann die Kinder einzugraben. Jasmin lehnt dankend ab denn sie möchte sich nicht panieren. So ein Spielverderber! Die Kinder sind eher zurückhaltend aber am Ende lässt K1 sich doch zuschaufeln. Dann K2 auch und am Ende der Buddelei gehen ich und die 2 Schnitzel ins Wasser. Es ist gefühlt heute viel kälter als beim starken Wind vor ein paar Tagen aber wir sind die Mutigen und gehen trotzdem rein. Ein paar stärkere Wellen sind es trotzdem und diese schwappen schon mal ordentlich über unsere Köpfe hinweg. Wir kämpfen gegen die Strömung und wollen irgendwann auch wieder raus;)) K2 ist schon raus und K1 geht auch, weil es schon kalt ist. Ich tauche nochmal kurz ab und gehe dann auch raus, eine Welle erwischt mich von hinten und wirft mich um. Der Boden ist total aufgewühlt und der Sand ist auch überall. Deshalb mag ich diese Sandstrände eigentlich nicht so gern. Ich setze mich dann auf das Handtuch und etwas piekst mich. Ich fummle in meiner Badehose rum und hole mindestens 3 Muscheln raus. Wir bleiben noch eine halbe Stunde bevor wir wieder heimfahren und Mittag essen. Als ich mich umziehe fallen die restlichen 5kg Sand und Muschel Grit aus meiner Badehose. Nichts desto trotz bleibt mir ein bisschen Sand auch noch bis am Abend erhalten. Zuhause angekommen gibt es ein Mittagessen aus den Resten der letzten Tage die noch zu verbrauchen sind. Danach hau ich mich etwas aufs Ohr bis ich um 17 Uhr wieder geweckt werde, denn um 18:30 findet das letzte Abendmahl statt.

Ich mache mich fertig, denn die Damen haben die Zeit genutzt und sich schon ordentlich rausgeputzt und wir fahren mit dem Auto zu Joosts Wohnung, weil wir noch ein paar Dinge mitnehmen müssen die wir nicht nach Österreich mitsiedeln wollen. Wir treffen uns nochmal bei St. Joris auf einen Drink. Marieke und Joost warten schon auf uns, Angelina kommt etwas später. Martijn konnte seine Schicht leider nicht tauschen sodass wir dann komplett sind.

Wir gehen ins Bogor Roemah Makan, ein Indonesisches Lokal, dass schon 2x beim Gault Millau gelistet wurde. Joost bestellt eine Rijsttafel für 4 Personen mit 16 verschiedenen Gerichten. Was genau hier alles dabei ist kann ich nicht auflisten, bei der schieren Menge an Essen wird es aber einfach von beinahe jedem Gericht auf der Karte etwas sein. Wir kosten uns durch und haben Spaß an der netten Gesellschaft und den letzten Tagen mit unserer großen Familie! Es wird sicherlich einer der nettesten Abende werden denn man weiß, dass es am nächsten Tag nach Hause geht und man kostet die Zeit bis zum Schluss aus und man genießt wo man nur kann!

Irgendwann endet leider auch dieser Abend und wir schlendern die 5 Minuten zu Joosts Wohnung. Marieke verabschiedet sich hier von uns und ist den Tränen nahe und froh, dass sie morgen bei der “großen” Verabschiedung nicht dabei ist. Wir bleiben noch etwas und Joost muss die E-Gitarre anschließen. K2 möchte hören welche Geräusche hier rauskommen. Nach leichten Startproblemen welches Kabel denn nun doch nicht kaputt ist, schaffen wir es und es kommt der richtige Ton aus der Gitarre. K2 möchte dann doch lieber die Akustikgitarre hören. Joost spielt mit Ihr dann gemeinsam ein paar Lieder und die kleine lernt nun auch die verschiedenen Töne der Gitarre kennen, nachdem sie die letzten Tage bei uns das Klavier erkundet hat. K1 hat die letzten 1 1/2 Stunden mit ihrer BFF vertelefoniert und fragt sich was hier los ist. Es ist 22:30 und wir verabschieden uns für den Abend und fahren heim.

Der letzte Tag endet wehmütig und gleichzeitig freuen sich alle wahnsinnig auf morgen, wenn unser Leben komplett umgekrempelt wird und ein neuer Mitbewohner einzieht!
Tot Ziens ein letztes Mal

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