Holland – Tag 13 – Die Heimfahrt und ein neuer Mitbewohner!

8:00 Tagwache, um 11 müssen wir draußen sein! Ja klar, das ist ja eeeewig Zeit!! Denkste, unterm Strich wurde es ganz schön knapp. Mal wieder.

Ich habe gleich nach dem Frühstück das Auto geholt, denn unten an der Straße war ein Parkplatz frei. Es regnet heute wieder (ist auch klar, Den Haag weint um seine liebsten Besucher) und ich laufe zum Auto nur um dann fest zu stellen, dass mir der Parkplatz vor der Nase weggeschnappt wurde. Naja weiterfahren und einen neuen suchen. Es findet sich auch Gott sei Dank gleich einer, der nicht so weit weg ist wie unser Overnight Parkplatz, aber leider auch weit genug weg um nicht jeden Koffer dort hinschleppen zu müssen. Zurück zur Wohnung und Koffer packen, die Hundesachen richtig aufteilen, Fressalien in die Kühlbox. Es ist einiges zu bearbeiten und zu schlichten. Ich schiele immer wieder aus dem Fenster und sehe plötzlich wird ein Parkplatz frei. Ich laufe los, hoffe dass er noch frei ist, wenn ich vorbeikomme und ja, es hat geklappt! Direkt vor der Türe. Ich fange langsam an den Kofferraum zu befüllen und unterm Strich sind wir um 11:05 abfahrbereit und sitzen im Auto. Ab zu Joost und Angelina auf einen letzten Kaffee und die Verabschiedung.

Unser Plan war etwas anders, aber da wir gestern auf etwas Tolles draufgekommen sind müssen wir eher abfahren. Aus irgendeinem Grund hatten wir unseren Welpen Loki in ESSEN holen wollen. Wir sind gestern aber doch noch draufgekommen, dass es KASSEL war. Wer auch immer damit angefangen hat, Jasmin hat es auch nicht gemerkt und korrigiert und schön mitgemacht mit ESSEN. Also fahren wir nicht 3 Stunden, sondern 5. Dafür dann aber halt auch nur 8 nach Hause anstatt 11! Seeeeeehr toll. Bei Joost angekommen ist die Stimmung schon mit Abschied erfüllt, denn alle sind seeehr traurig, dass wir uns nun verabschieden müssen. Ein Kaffee und ein Pläuschchen später beginnen die Tränen zu fließen und K2 kann sich weder bei Joost noch bei Angelina lang genug verabschieden. Sie will die beiden nicht mehr loslassen und auch die Augen der restlichen Anwesenden sind schon etwas angefeuchtet. Diesmal sind es die Holländer die die dastehen und Goodbye Winken.

Next Stop: Martijns Arbeit und dort auch nochmal auf die Tränendrüse drücken. Nach einem kleinen Wegfindungsproblem sind wir beim Kapriole angekommen und verabschieden uns kurz und schmerzlos. Martijn muss arbeiten und hat keine Zeit für lange Abschiedsszenen. Hilfreich für uns alle und so besteigen wir das Auto um uns auf den Weg nach Kassel zu machen. Am Weg dahin hören wir Hundepodcasts und bereiten uns geistig auf unseren neuen Mitbewohner vor. Der Weg ist weit und wir machen eine Pause in einem kleinen Ort wo wir Mittagessen. Keine Ahnung mehr wie der Ort hieß aber wir sind einfach in den erstbesten Imbiss gegangen und haben uns dann in die Fußgängerzone gesetzt und unsere Schnitzel/Burger/Nuggets und Pommes vertilgt. Von dort fährt Jasmin weiter und wir kommen in einen heftigen Regen. Um kurz nach 18:00 Uhr kommen wir endlich und unbeschadet beim Züchter an.

Wir finden das Haus auf Anhieb und werden dann auch gleich erwartet. Die Züchterin und ihre 4 Erwachsenen Bulldoggen empfangen uns mit lautem Gebell. Na holla die Waldfee! Loki hält sie auf dem Arm. Er wirkt kleiner als auf den Fotos und ist ein richtiger Strizzi. Wir sind etwas überfordert und die Mädels sind verängstigt von dem Gebell der Großen Hunde. Es wirkt so als ob die Züchterin nicht alles so im Griff hat, denn die Hunde sind sehr aufgedreht und lassen sich nicht beruhigen, geschweige denn folgen sie ihr. Es dauert etwas bis die Situation sich annähernd beruhigt hat und wir in die Küche können. Auch nur deshalb, weil Sie 3 Hunde wegsperrt und nur Loki‘s Papa mitkommen darf. Loki ist ungestüm, bellt alles an (wie sein Rudel auch) und lässt sich nur schwer etwas sagen. Erziehung meiner Meinung eher naja. Aber wir haben sowieso absolut keine Tau von der Materie und lassen uns auf ein riesen Abenteuer ein! Es dauert bis 21 Uhr bis wir schließlich nach einem Spaziergang, dem ganzen Papierkram und Fragen über Fragen die Züchterin MIT Hund wieder verlassen. Ob das die beste Entscheidung unseres Lebens war, werden wir im Nachhinein noch öfter besprechen. Wir könnten auch sagen, dass wir das ganze Hals über Kopf einfach gemacht haben, weil wir den Hund unbedingt haben wollten und nicht richtig die ganze Situation überblickt haben. Aus heutiger Sicht hätten wir ihn dort lassen müssen und uns einen anderen Hund suchen, wir bereuen aber keine Sekunde dieses Entschlusses und sind bis heute froh, dass er bei uns ist und auch noch immer dabei ihm etwas „Benehmen“ beizubringen.

Die Mädels haben nun doch noch Hunger und wir steuern den nächsten McD in 30 Minuten Entfernung an. Loki heult in der Zwischenzeit kurz seinem Rudel hinterher und macht natürlich alle traurig und (aufgrund Nahrungsmangels) auch etwas gereizt. Er sitzt auf meinem Schoß und wir haben keine Ahnung was wir tun sollen um ihn zu beruhigen. Beim McD angekommen geht Jasmin eine kleine Runde mit ihm und er kackt sich mal ordentlich aus. Wir essen dort und machen uns dann weiter auf den Heimweg. Jasmin fährt und ich halte den Hund. Wir merken ziemlich schnell wann er aufs Klo muss und so stoppen wir jedes Mal zur rechten Zeit. Er schläft auch immer wieder ein und ich bekomme etwas Schlaf. Irgendwann nach München tauschen wir die Fahrplätze und Jasmin lockt den Hund. Ihr Herz schlägt nochmal mehr als wie die Deutsch-Österreichische Grenze überschreiten, aber ich sage von Anfang an, dass es niemanden auch nur 1 Sekunde interessieren wird ob wir einen Hund dabeihaben oder nicht. Und so ist es auch. Die letzten Kilometer von Salzburg ziehen sich noch etwas, aber wir kommen dann endlich zuhause an. Die Sachen werden ausgepackt, und der Hund erstmal kurz bespaßt. Lange dauerts nicht und wir liegen alle auf der Couch und müssen uns von den Reisestrapazen erstmal erholen. So ein Mittagsschlaf ist schon was Feines.

Da dies aber nichts mehr mit unserer Reise zu tun hat, endet dieser Bericht hier nun und wir fassen kurz zusammen:

Holland – IMMER eine Reise wert!

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