Holland – Tag 4 – Brüssel: The Capital of Frites!

8:00 Tagwache – 3x weiterdrücken, grade recht zum aufstehen.  Brüssel und Antwerpen (Ja, unsere Pläne ändern sich ständig) warten!

Tägliche Routine mit allem drum und dran, nur an einem neuen Wohnort. Wir verlassen unsere Bleibe um 10:30 ca. und fahren los. Ja, die kleine Zwischenjause und Jasmin‘s Kopfhörer sind in der Wohnung liegen geblieben. Also nach 10 Minuten Fahrt durch Den Haag nochmal umkehren, den „Park Anywhere“ Button rein und Sachen holen. Dann gehts aber wirklich los. Die Fahrt geht ca. 2 Stunden und die Landschaft ändert sich kaum. Windräder wechseln sich mit Städten ab und der Regen ist leider stetiger Begleiter. Verkehr ist Hammer und als wir in Belgien sind sehen wir auf der anderen Seite in die Fahrzeuge mehr stehen als fahren und bei Brüssel beschließen wiederrum Antwerpen doch liegen zu lassen und den Tag in in der Hauptstadt zu verbringen.

Unser Ziel war klar und wir er“fahren“ (Im Frühjahr sind wir ja per Pedes und mit den Öffis hier unterwegs gewesen) uns erstmal den Weg zur Destination und keine 200m davor finden wir tatsächlich einen Parkplatz direkt vor einem Parkautomaten. Jasmin will ein Ticket kaufen doch anscheinend funktioniert dieser nicht. Sie kramt ihr bestes Französisch hervor und fragt einen Anzugträger der gerade gemütlich vorbeischlendert. Dieser fummelt dann ebenfalls an dem Parkautomat nur um zu dem Ergebnis zu kommen dass dieser nicht funktioniert. (Das wussten wir auch ohne seine Hilfe schon) Er zeigt auf die andere Strassenseite, dort ist noch einer. Er erklärt ihr etwas auf französisch, Jasmin wiederholt es auf Deutsch, also quasi übersetzt sie dem Mann das von ihm gesagte so als ob er es auf Deutsch wissen wollte. Er schaut eher skeptisch und nickt höflichkeitshalber. Dann das Ganze nochmal auf Englisch mit einem Merci am Ende und das Gespräch ist beendet. Die im Auto zurückgelassenen zerkugeln sich ob dieser Situation mit der Simultanübersetzung.

Die Mädels kommen vom Klo wieder (nach einer Zeit die verdächtig lange dauert) und erzählen erstmal von dieser katastrophalen Wendeltreppe. Ich muss mich selbst überzeugen und muss auch aufs Klo. Und ja, sie haben nicht zu viel versprochen. Ich haue mir beinahe meinen Kopf an und muss gebückt runtersteigen.

Jasmin ist beinahe schon an der Reihe und schickt mir eine Nachricht dass man hier mit Karte zahlen kann und jeder vor ihr damit auch bezahlt hat. Naja, was soll man sagen: Das Schild hängt um die Ecke und gehört zum gleichen Laden.

2x Grosse und 2x Kleine Fritten wandern schließlich zum Tisch herüber und Jasmin freut sich wie ein neuer Franc, Ähm Euro natürlich. Wenn die Ohren nicht da wären würd das Lachen rundherum gehen. Wie man sich über Pommes so freuen kann ist total süß und ansteckend.

Diverse Saucen sind auch dabei, typisch belgisch eben. Die Kinder finden es erstmal eher semi. K2 findet die die die Mama daheim im Backofen macht die Pommes besser! Was für ein Affront!!! Danke auch an Captain Iglo dafür! K1 findet sie nach und nach immer besser. Ich persönlich empfinde die „nicht Begeisterung“ der Kinder mehr als fragwürdig und stelle mir die Frage, was hier wohl falsch gelaufen ist. Eine kleine Portion bleibt übrig und wir packen diese ein und gehen Richtung Europaparlament, welches gleich um die Ecke ist.

Der Regen beginnt in dem Moment wieder stärker zu werden, als wir gerade dabei sind durch den anliegenden Park zu gehen. Wobei man das hier echt nicht wirklich Regen nennen kann. Es ist eher so wie ein Gartensprenkler der vergessen wurde ganz abzudrehen. Und dann ists auch schon genau so schnell wieder vorbei und die Sonne kommt raus. Komisches Brüssel. Am Parlament angekommen besprechen wir kurz die Lage. Da wir eh in Brüssel bleiben, können wir auch gleich auf den Hauptplatz. Also U-Bahn fahren ist angesagt. Die Mädels brennen drauf denn damit sind sie noch nie gefahren. Na gut, rein in die Metro und ab dafür.

5 Stationen und raus am De Brouckère. Sofern wir den Ausgang finden. Eine unglaubliche Station die eine riesige Fläche hat mit mehreren Ein- und Ausgängen die alle gleich heißen. Hier wird Jasmin fisselig und sucht wie die Motte das Licht. Wir kommen wieder beinahe direkt am Hotel raus, wo wir im Februar gewohnt haben und zeigen den Kindern mal schnell ein paar Dinge. Ein kleiner Zwischenstopp für einen Aufkleber für die neuen Koffer der Mädels muss noch sein.

Dann gehts weiter zum Rathausplatz, einen kurzen Abstecher ins Hard Rock Cafe (Das war jetzt nicht so aufregend für unsere Begleiterinnen)

Und der Mannekin Pis muss auch begutachtet werden. Was wir hier vielleicht noch erwähnen sollten (und was wir auch erst später erfuhren): Heute ist Rammsteinkonzert in Brüssel! Dementsprechend laufen hier viele Leute in voller Rocker-Ausrüstung rum. Also zusätzlich zu den Millionen Touris, die sich mit Fähnchen in den jeweiligen Landesflaggen durch die Innenstadt schuppern. Hier wirds uns bald zu viel. Den Mädels gefällts trotz der wahnsinnig vielen Eindrücke anscheinend sehr.

Ein letzter Zwischenstopp wird noch eingelegt am Schlumpfbogen und wir müssen uns auch schon wieder auf den Weg zum Auto machen.

Das Parkticket läuft um 16:58 aus und unser Metroticket ebenfalls in nur 1 Stunde. Wir hetzen runter und merken gleich dass wir gar kein Ticket entwertet haben und ohne Schranken durchkommen. Die Damen werden zunehmend unruhig, denn wir konnten ja nicht entwerten und sind wohl damit Schwarzfahrer. Was ist wenn wir nicht rauskommen!??? Ich versuche zu beruhigen denn raus kommen sie Alle! Fällt unter die Kategorie: Nicht hilfreich! Aber was solls, wir steigen aus, halten die Tickets hin und oh Wunder, kommen natürlich raus!

Ein paar Meter noch zu gehen und wir erreichen das Auto als ich rechter Hand eine Bäckerei sehe. Der Hunger ist RIESIG, denn die „kalten Fritten“ wurden schon am Hauptplatz verdrückt, der Magen knurrt wie ein wild gewordener Chihuahua (Nach STUNDENLANGEM Marsch durch diese irre Stadt) Die Mädels nehmen einen Riesenmacaron und ich einen Mini-Schokokrapfen. Für Zwischendurch genau richtig!

Da die 2 Rücksitzbeifahrer den ganzen Tag irgendwie vom Atomium geredet haben, wollen wir zumindest noch daran vorbei fahren. Navi rein und los. Jasmin vertraut meinem Ford Original Navi nicht (Stand 2022) und zieht Dr. Google zu Rat. Natürlich mögen die 2 sich nicht sonderlich und fahren kreuz und quer durch die Gegend. Interessante Geschichte trotzdem, so haben wir Brüssel auch noch nicht gesehen.

Beim Atomium angekommen, stehen viele „Parken Verboten“ Schilder und einige „Einfahrt Gesperrt“ Schilder. Das stört doch niemanden und ich ignoriere es mal konsequent. Ich registriere jetzt wieder, dass hier draussen wohl offensichtlich das Rammstein Konzert sein muss, denn die Kuttenträger werden immer mehr. Die Girls von der Heide staunen nicht schlecht ob des Riesen Blechding vor ihren Augen. Wir fahren schnell vorbei und ich setze auf die Autobahn. Die Fahrt vergeht im Flug und 2 Stunden später sind wir wieder in The Hague angekommen.

Wieder ein Tag geschafft, Jasmin will noch ein Paket aufgeben, scheitert aber daran dass Sie es nicht vorher selber schon Online reserviert hat. Seltsame Holländer. Man muss sein Paket hier Online registrieren und dann kann man es erst abgeben. Irgendwann fallen wir auch müde ins Bett, denn der nächste Tag ist ebenso anstrengend: Es geht nach Rotterdam mit einer supertollen Überraschungs-Rundfahrt, mehr dazu morgen!

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