Holland – Tag 5 – The Train to Rotterdam – hOlY sHiT

Morgenroutine like Urlaub! Wir beschließen mit dem Zug nach Rotterdam zu fahren. Jasmin hat es vorher noch geschafft, nach tagelangem Hin und Her endlich ihr Paket aufzugeben. Unglaublich eigentlich! Nun mal schauen wie wir weitermachen.

1) Straßenbahn zum Den Haag Centraal wieder mit Handy zum Automaten diesmal ohne Zwischenfälle.

2) Zug nach Rotterdam Centraal – Tickets kosten 14€ für 4 Personen pro Richtung. Günstiger geht ja fast gar nicht, wenn man den Treibstoff und die Parkgebühren rechnet.

Also rein in den die Tram, ab zum Bahnhof, rein in den Zug und ab nach Rotterdam. Wir sind schon etwas geübter darin, uns in dieser Stadt zurecht zu finden. Feels like home: Mal Jasmin, mal ich. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten und wir erreichen den riesigen Bahnhof von Rotterdam. Es ist schon wieder Mittag, der Hunger drückt und wir sehen rechter Hand den Laden Lebkov & Sons – schaut sehr funky aus mit Sandwiches und Säften und Suppen. Auch funky beim Preis. Wir bezahlen ca. 50€ für 4 Sandwiches, 2x frisch gepresste Säfte, einen Chai-Latte und eine Homemade Lemonade. Lecker ist alles, satt ist keiner. Naja ein Versuch wars wert, aber danke nein, nochmal sicher nicht!

Nachdem es 12:30 ist, der nächste Termin um 13 Uhr wäre, der Weg den wir zurücklegen müssten aber 25 Minuten dauern würde und wir absolut keinen Tau haben, wo wir hin müssen, haben wir umgeplant und besuchen mittels Metro die Kubushäuser vom Architekten Piet Blom welche in Rotterdam und Helmont stehen.

Meine Erinnerung daran ist spärlich bis nichtssagend, dennoch weiß ich, dass ich mal da war. Wir erklimmen ein paar Stufen, stehen im Innenhof dieses Komplexes und gehen ins Museum (3€ pP sind OK) und schauen uns so eine Wohnung von innen an. Sagenhafte 100 m2 hat so eine Wohnung und 365.000€ soll sie kosten. Viele Kubusse sind bewohnt, jedoch nicht alle. Einfach so rauf gehen geht nicht, wir müssen natürlich ein paar Minuten warten bis Leute die Treppen runterkommen bevor wir raufkönnen. Der Gang da hoch ist sehr schmal und beim Gedanken hier Möbel raufzuschleppen stellen sich bei mir die Nackenhaare auf. Wenn das Möbelstück nicht komplett zerlegt ist, kriegst du da nichts rein. Im unteren Teil der Wohnung ist die Küche mit so einer Art Wohnzimmer. Im Mittelstock ein Schlafzimmer mit Büro und Badezimmer. Man kann im Mittelteil der Wohnung im „Kreis“ gehen. (Richtig gelesen: in einem Viereck im Kreis gehen) Und ganz Oben ist sowas wie die ganz persönliche Glassauna. Es ist wirklich nicht warm an dem Tag, aber im Obergeschoss hat es gefühlt nochmal 10 Grad mehr. Obwohl eine Klimaanlage eingeschalten ist, wirds hier gefühlt nicht kühler. Nach ca. 30 Minuten kämpfen wir uns wieder runter. Die Stufen nach unten zu gehen ist nochmal eine eigene Herausforderung, einmal stolpern und man kann die Wohnung schon wieder verkaufen. Behindertengerecht ist nicht!

Wir schauen auf die Uhr und wissen, dass wir zu unserem Termin müssen. Jasmin checkt die Karten während der Fahrt mit der Metro. Wir kommen an der Erasmus Universität raus und müssen zum Euromaast laufen. Dort ist der Treffpunkt für unseren Ausflug. Nach kurzen Unstimmigkeiten, ob wir denn nun laut Google durch das Gebäude oder laut meinen Augen drumherum gehen sollten, entscheiden wir uns für 2teres und finden auf Anhieb die Abfahrtstation für die Splashtour Rotterdam! Die Kinder merken noch nicht, dass es sich dabei um einen Amphibienbus handelt, der dann irgendwann bei der Hälfte der Tour in die Maast abtauchen und dort seine Runden ziehen wird. Wir tuckern erstmal ein bisschen durch Rotterdam lassen uns von dem Reiseführer, der einen schlechten Scherz nach dem anderen bringt, bespaßen. Der König der Dad-Jokes hat hier seine Berufung gefunden. Wir haben einen Flyer in die Hand gedrückt bekommen und K1 sagt, dass das doch cool wäre wenn man mit so einem Bus fahren würde. Jasmin entgegnet dass das nur eine Werbung ist, als wir plötzlich bei einem Bootsslip stehen und der Reiseführer die Sicherheitsanweisungen wie in einem Flugzeug durchgibt. Er zeigt uns halt nur wie wir schwimmen sollen wenn etwas schief geht.

Der Fahrer tritt aufs Gas und der Bus versenkt sich in den Fluss. Die Mädels staunen nicht schlecht. Die Schaukelbewegungen des Busses haben sich nicht geändert, man merkt nur dass hier etwas anders ist, weil an den Fenstern das Wasser steht. Wir tuckern ein bisschen auf und ab, die Mädels dürfen dann auch noch nach vorne zum Fahrer und das Ganze von da bestaunen! Ein wirklich einmaliges Erlebnis welches man sicherlich mal gemacht haben muss. Once in a Lifetime, mehr aber auch wieder nicht. Wir passieren die SS Rotterdam und drehen dann wieder um, raus aus dem Fluss, nehmen den gleichen Weg über die Strasse zurück über die Erasmusbrücke zum Ausgangspunkt.

Nach der Tour sehen wir am Hafen einen riesigen Asialaden der
A)sich auf dem Wasser befindet
B)gleichzeitig auch ein Restaurant ist
C)aussieht wie ein Haus aus der Verbotenen Stadt
D)2-Stöckig ist

Genau, A-B-C und D sind richtig! Wir holen uns ein paar kleine Leckereien, welche man halt so dringend braucht um in der Wildnis Rotterdams zu überleben, Aloe Vera Saft, Mochis und Reiscracker.

Wir machen uns auf den Heimweg, schließlich haben wir heute noch eine Verabredung! Der Weg zurück führt uns durch den direkt am Hafen liegenden (wobei das etwas schwer zu definieren ist, denn halt Rotterdam ist ja ein Hafen) Erasmuspark an eine kleine Hängebrücke die ins Wasser hängt. Der Schwerste muss natürlich die Tragkapazität prüfen und nachsehen ob sie wohl nicht bricht, wenn man drüber läuft. Meine Schuhe werden ein bisschen nass und die Mädels ziehen ihre Schuhe und Socken mal vorsichtshalber aus. Verstehe nicht warum???

Es geht vorbei am Park durch eine Allee und man sieht ein paar der älteren Gebäude und Villen. Nachdem Rotterdam ja quasi vollkommen zerbombt wurde im 2 Weltkrieg, ist hier nichts mehr richtig „alt“. Wir nehmen die Straßenbahn und fahren zum Bahnhof zurück. Dort angekommen checkt Jasmin die Zug-Tickets und wir suchen den passenden Bahnsteig. 33 Minuten Rückfahrt weil wir diesmal die Bimmelbahn genommen haben, die in jedem Dorf stehen bleibt!

In Den Haag ausgestiegen suchen wir das Little V – ein vietnamesisches Restaurant in Chinatown. Dort treffen wir Louise mit ihrem Joost und Rian. Wir sind zuerst da und dürfen schon mal die Speisekarte studieren. Toll, lauter Vietnamesische Gerichte, die nur Englisch übersetzt sind. Wir haben keine Ahnung, aber hoffen auf eine korrekte Übersetzung und entscheiden uns für ein wildes Potpourri aus 3 Gerichten und 3 Vorspeisen. Nun kommen Louise mit ihrem Joost, und wenig später gesellt sich auch Rian zu uns. Wir freuen uns über die Möglichkeit dieses Treffens. Auch hier wird es wieder ein Mix aus Holländisch, Deutsch und Englisch, der damit getoppt wird dass, Louise etwas auf Deutsch beim Kellner bestellt. Das Essen wird serviert und es ist einfach traumhaft gut! Alles schmeckt vorzüglich und keiner steht hungrig auf. Die Gespräche laufen und die Zeit verfliegt leider wie im Flug.

Wir kriegen anschließend heute nochmal Besuch und verabschieden uns nach dem Essen! Ein kleiner Spaziergang durch die Stadt bis wir die Tram Station finden, die uns nach Hause bringt. Wir finden uns gaaanz langsam zurecht hier, erkennen vieles wieder. Albert Heijn wird nochmal aufgesucht um die Vorräte aufzufüllen.

Wir erhalten unseren Besuch um ca. 22 Uhr. (Diesmal, und ich verspreche es wird das einzige Mal in diesem Urlaub bleiben, sind die 2 annähernd zur ausgemachten Zeit bei uns) Joost und Angelina kommen vorbei denn Jasmin redet seit Tagen schon von ihrem „Holy Shit“.

„Holy Shit“

Sie möchte unbedingt mitgehen, wenn Joost in einem etwas anderen Laden einkaufen geht. Also machen die 2 sich auf den Weg. Ich warte mit Angelina in der Wohnung, denn die Kinder sind im Bett und schlafen. Nach ca. 20 Minuten kommen die zwei Einkäufer wieder zurück mit 3 braunen Hülsen in den Taschen. Wir haben in der Zwischenzeit Knabbereien hergeräumt und haben somit unsere Abendplanung beendet. Der Abend geht bis ca. halb 3 Uhr und ist geprägt vom mal schauen wie es wirkt und was es macht. Meine Unwissenheit im Thema Rauchen ist in diesem Fall leider nicht hilfreich, sodass das ganze Zeug bei mir sich nur dahingehend auswirkt, dass mir der Rachen brennt wie Feuer und ich mich fühle als wäre ich sehr leicht betrunken. Jasmin, die immerhin ihre „3 Zigaretten im Jahr“ raucht erwischt es schon besser und bemerkt immerhin etwas mehr. Wieviel genau wird sie anschließend kurz selbst erklären. Nichts desto trotz war es ein lustiger Abschluss denn unsere „Trip-Sitter“ sind schneller high als dass man Boterbabbelaar sagen kann. Für mich steht nach diesem Selbsttest nur verstärkt fest, dass ich weder Rauche noch solch sinnesbenebelndes Zeug brauche und schließe den Abend mit der Zusammenfassung, dass es beim nächsten Mal Kekse werden.

Ich schließe mich Gerhard an. Ich wusste nicht, dass einatmen und ausatmen so kompliziert sein kann. Aber wenn man es dann ohne Husten und Halsschmerzen geschafft hat, dann wirkt es zu mindestens bei mir so, dass mein Gehirn fühlbar neben meinem Kopf ist und ich unglaublich hungrig werde. Wassermelone, Chips, Schokolade Cookies, alles wurde quasi inhaliert. Dazu Unmengen an Wasser getrunken. Beobachtet wie weggetreten unser Trip-Sitter ist und über unmögliche Kleinigkeiten einen Lachflash. Also von mir aus können wir das gerne mal wiederholen, ganz in Ruhe und viel Konzentration auf ein und ausatmen oder in der Keksvariante. Aber „brauchen“ werde ich es nicht das steht mal fest!!

Die nächsten Tage sind komplett verplant, bis inkl. Montag!

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