Holland – Tag 7 – Umzug Nr.3, Chilly Willy with the Familly

Wir können ausschlafen und haben uns erst um 10:30 verabredet. Es wird im Vergleich zu den letzten Tagen ein eher ereignisloser werden. Aber puh!! Muss auch mal sein jetzt!!

Unsere 2 Einheimischen haben es nicht so mit Pünktlichkeit (wie wir in den letzten Tagen erfahren durften) und kommen ungefähr um 11:00 an. Gott sei Dank sind die Mädels noch bei Oma Marieke und wir haben beinahe alle Zeit der Welt. Wir haben schon ein paar Dinge gepackt und machen uns auf den Weg zu Martijns Arbeit. Capriole liegt etwas abgelegen außerhalb der Innenstadt, allerdings ist dort wirklich was los. Wir haben unsere Connections spielen lassen und haben im Vorfeld einen Tisch reserviert. Als wir nach einer kurzen Fahrt dort ankommen waren nur 2 andere Tische besetzt, Martijn versichert aber dass es heute noch voll wird(versichern kann ja jeder, wers glaubt…) Und er hat nicht zu viel versprochen, denn innerhalb der nächsten halben Stunde ist der Laden voll.

Wir bestellen erstmal Cafe aus der eigenen Rösterei und ein Frühstück. Wobei Frühstück kann man nicht mehr sagen um diese Uhrzeit oder? Bei mir wird es ein Crispy Chicken Burger und Jasmin nimmt ein Shakshuka mit Ei. Aussehen von ihrem Essen, naja. Ich könnte es jetzt nicht so beschreiben, dass es jemand anders probieren will, also lass ich es jetzt sein. Wer‘s wissen will, soll Jasmin fragen! Das Geschmack aller Gerichte ist ein Traum! Wirklich ausgezeichnet!!! Die Bedienung supernett und hat uns dann auch auf den Kaffee eingeladen. Man sieht Martijn an dass es ihm dort gefällt und dass er sehr stolz auf seinen Arbeitsplatz ist.

Wir bezahlen und liefern Joost und Angelina beim Königshaus ab, denn Sie haben Tickets für eine Besichtigung dort ergattert (Diese findet nur alle 3 Jahre statt und man wird gelost.)

Unsere Pläne sind klar, packen, siedeln! – Ein letztes mal in diesem Urlaub – Gott sei Dank! Zu Hause angekommen wird schnell alles in die Koffer verräumt, gepackt, ins Auto verfrachtet und sauber gemacht was noch geht, sodass Joost seine neue Wohnung auch endlich mal beziehen kann. Wir ziehen in die Sinasappelstraat 56 die wir bei Manouk über AirBnB gebucht haben. (Ja Orangenstrasse wäre auch möglich gewesen, aber die Holländer sagen lieber Sinasappel) Es scheint das Obstviertel hier zu sein, denn alle Strassen im Umkreis haben etwas damit zu tun. Hier haben so oder so einige Teile Namensthemen. Gestern sind wir durch einen Teil gefahren als auf dem Navi auf einmal Donau stand und die Querstrassen daneben Oder, Tiber, Weser und Wolga. Nicht mal Strasse, einfach nur die Flussnamen.

Wir finden das Appartement sofort, auch zufällig mit Parkplatz direkt vor der Türe (die wussten ja dass wir heute kommen und viele schwere Koffer schleppen müssen) und schauen mal was wir hier bekommen haben. Soviel kann man schon mal sagen: Ein wundervolles Heim für unseren Ausklang die nächsten Tage. Mit kleinem Bad und WC getrennt, kleiner Küche, einem riesigen Esszimmer, einem Wohnzimmer und 2 Schlafzimmern. Es ist ein kleines ruhiges Viertel mit lauter solchen Wohnungen wie es scheint. Die Bewohnerin ist ebenfalls auf Urlaub und hat so ihr Zuhause vermietet. Das können wir einfach nur empfehlen!

Wir räumen aus, finden uns in der Umgebung kurz zurecht, und brauchen natürlich etwas zum Einkaufen. Gott sei Dank ist der Albert Heijn XL gleich in 7 Minuten Fußmarsch um die Ecke. Von Aussen sieht man den Laden nicht, weswegen Jasmin gleich unrund wird und mein Apple Navi/Handy wieder wüst beschimpft und als Hexenwerk abtut. Es handelt sich hier aber um ein Einkaufszentrum und offenbar halten die nichts davon, alles außen drauf zu schreiben was drin ist. Wir brauchen Waschmittel, Kaffee und ein paar Kleinigkeiten. Die Selfscankasse klappt auch, Jasmin verdrückt sich und „klickt“ um Hilfe. Der junge Mitarbeiter gibt uns seine AH Bonuscard wodurch wird gleich mal 6€ sparen und er scannt unsere Sachen NICHT nochmal. Na holla die Waldfee, wir sehen diesmal anscheinend nicht verdächtig aus und dürfen passieren!

Als wir zurück zur Wohnung kommen sitzen Joost und Angelina schon vor unserer Türe. Die Wohnung wird noch kurz besichtigt und Joost fragt wie die Besitzerin heißt. Er glaubt Sie von den Fotos und dem Namen zu kennen denn sie spielt auch Landhockey!! Ja klar, eine knapp 600.000 Einwohner Stadt und du kennst zufällig, ohne es abzusprechen, die Vermieterin der AirBnB Wohnung.

Nächster Punkt auf dem Plan ist Oriental Markt in der Nähe von Mariekes Wohnung. Der grösste Asialaden den ich jemals gesehen habe. Gänge um Gänge mit asiatischen Lebensmittel und Töpfen und Pfannen und Besteck und was weiß der Kuckuck was noch alles hier rumliegt. Wir packen ein paar Köstlichkeiten ein, dann ganz Ohne können wir da auch nicht raus!

Nun geht es im Eiltempo zu Oma Marieke die Mädels aus ihrem „Urlaub“ abholen. Wir werden schon sehnlichst erwartet und das Abendessen ist auch schon beinahe fertig. Es gibt Jaime Olivers‘ Balls (Nein, nicht seine…. Wer das jetzt gedacht hat ist wirklich ganz schön schräg drauf) mit Nudeln. Die Kinder haben Kekse gebacken welche wir natürlich vorher kosten müssen! Ein mürbes Gedicht aus Butter, Mehl und Zucker;)). Joost und Nina vertreiben sich die Zeit auf dem Klavier und es wird gesungen und gespielt. Nebenbei wird der Tisch fürs Abendessen hergerichtet und Martijn kommt auch von der Arbeit. Wir essen gemeinsam und es ist ein wirklich netter Abend mit abermals lustigen Situationen wo jemand etwas bei einem anderen auf holländisch bestellt, dieser es aber nicht hört und ich dies dann durchführe. Dieses Mal war es Martijn der von Marieke noch einen Nachschlag haben wollte. Sie hat nicht reagiert, also blieb mir nichts anderes übrig. Alle haben wieder gelacht. Jasmin ist der deutschen Sprache schon nicht mehr mächtig und die Mädels haben auch schon das eine oder andere Wort auf Lager!

Nach dem Essen verabschieden sich zuerst Joost und Angelina und danach Martijn. Wir haben noch die Dinge der Mädels gepackt, unseren, nun gekühlten, Käse vom Vortag mitgenommen und auch wir verlassen Oma Marieke Appartement. Die Kinder bedanken sich, und würden am liebsten noch ein paar Tage bleiben. Sie sind wirklich begeistert gewesen und hatten eine Menge Spaß bei der Übernachtung.

Der Weg in die Sinasappelstraat führt uns wieder quer durch The Hague und so kommen wir um 20:30 in unserem neuen Heim an. Ich haue ganz holländisch den „Park Anywhere“ Knopf rein und werfe meine Mitfahrer raus. Sie nehmen ihre Habseligkeiten und ich fahre mit dem Auto 3 Straßen weiter wo man gratis parken kann. Ja es sind zwar nur noch ein paar Stunden die man hier fürs Parken zahlen muss, also bis Mitternacht, aber diese sind teuer. Es gibt hier auch teilweise Straßen wo unabhängig von der Parkdauer einfach 50€ abgenommen werden. Man will nicht das Fremde dort parken. Also nicht Einwohner eben dieser Strassen. Und anstatt ein Parkverbot auszuschildern setzt man lieber auf solch extreme Preise. Wenn dies jemand bereit ist zu bezahlen, dann soll er es eben machen.

Der Tag in unserem neuen Appartement geht mit Wäsche waschen zu Ende! Wir richten uns noch fertig ein, und ich kann endlich die letzten beiden Tage zusammenfassen, denn auch das muss gemacht werden. Die Menschen zu Hause wollen immer am Laufenden gehalten werden.

Morgen geht es ENDLICH nach Amsterdam!
Flohmarkt ist gecheckt, Rotlichtviertel auch und Joost hat etwas auf seiner Agenda auf das er schon ca. 1 Jahr wartet. Wir verraten erst Morgen was es ist. Alles andere wird wohl spontan werden und wir alle freuen uns schon sehr drauf!

Hinterlasse einen Kommentar