Holland – Tag 8 – Amsterdam und Frenk in Concert

Heute ist nix mit ausschlafen, es geht nach Amsterdam!! Eine 1-stündige Fahrt in die Touristenhochburg Hollands.

Wir haben am Vortag vereinbart zwischen 8:30 und 9 bei Joosts Wohnung unsere Mitfahrer abzuholen und dann loszufahren. Das klappt nur bedingt, so wie immer halt. Wir verlassen unsere Wohnung in der Sinasappelstraat erst um 9 Uhr. Martijn ist noch nicht bei Joost und sagt er fährt mit dem Zug nach. Jasmins Mutterherz lässt das nicht zu und wir holen ihn in Ypenburg (welches eh mehr oder weniger am Weg liegt) ab. Auch das hat er wohl eeeeetwas verpennt, denn es dauert noch gute 5 Minuten bis er gemächlich raustrottet.

Somit kommen wir wie immer viel zu spät los. Die Diskussion welchen P&R wir in Amsterdam nehmen sollen, endet mit Olymisch Stadion. Mein Navi im Auto zeigt irgendwann die Abfahrt nach links. Plötzlich ist auf der Karte jedoch keine Straße mehr und wir folgen wieder mal Jasmins Favorit Google Maps. Wir kommen über Um- und Schleichwege dann irgendwann bei dem Park & Ride an und sehen – Oh – Voll!! Mist, und nun? Joost denkt drüber nach welche andere Möglichkeit die Beste ist und die Zeit vergeht. Ich sage wir nehmen die mit den meisten freien Plätze, somit P&R Noord! Nach einer kurzen Fahrt sind wir endlich angekommen. Jasmin hat in der Zwischenzeit ein Gruppentagesticket für 5 Personen um 17€ gecheckt (Angelina gehört somit zu unserer Gruppe) Die Jungs sollen selber eine Gruppe sein! Es wird wieder spaßig, wenn Jasmin alle aus unserer Gruppe einzeln mit den Handy einchecken muss. Die erste Station unserer Reise geht mit der M52 von Noord nach Centraal Station und zum Glück sind es nur 2 Stationen sodass wir gleich da sind.

Der Regen überrascht uns mal wieder, sodass wir kurz die Schirme rausnehmen müssen. Verdammtes Wetter. Es war Sonne angesagt und auch bestellt!!! Doch dieses schlechte Wetter hält nur kurz an. GOTT SEI DANK! Es ist Mittag und wir schlendern erstmal planlos durch die Gegend! Vorschlag von Jasmin – Rotlichtviertel – Oh ha, gleich jetzt. Also suchen wir es mal und spazieren durch. Jasmin ist etwas enttäuscht da wir nur 3 Damen in den Schaufenstern erblickt haben. Naja es ist Mittag, die essen wohl grad alle. Eine herbe Enttäuschung für Jasmin. Next Stop – Joosts Sandwich – Hierzu noch eine kleine Info. Er folgt einem Food Blogger auf Insta und dieser hat in Amsterdam ein Sandwich getestet, welches der absolute Wahnsinn sein soll. Er lobt dies in den Himmel und Joost wollte dies schon über 1 Jahr probieren. Er ist aber lange nicht nach Amsterdam gekommen und nun hat er die Chance gesehen, das Ding endlich zu verspeisen! Leider wird daraus aber nichts, die Schlange ist gefühlt 1 km lang „vor dem Laden“.

Wir suchen eine Alternative und finden ein Sandwichlokal mehr oder weniger um die Ecke. Es wird bestellt und die Kinder möchten einen Smoothie mit allem Drum und drann. Er kostet mehr als ein Sandwich, wieder mal typisch alternativ halt in so einem Hippen Laden. Dafür gibts sonst nur Wasser. Wir setzen uns hin und warten kurz. Alle holen ihre Sachen ab und Joost ruft her ob wir diesen Smoothie haben, Jasmin bestätigt dies und ich stehe auf um unsere Sandwiches zu holen. Ich habe nicht mitbekommen das Joost den Smoothie genommen hat und frage bei dem Kellner wegen dem Smoothie nach. Er sagt er macht mir einen Neuen. Ich bedanke mich, komme zurück und sehe auf dem Tisch den Smoothie stehen. Sehr aufmerksam scheinen die Kellner nicht zu sein denn nach kurzer Zeit bekomme ich einen weiteren serviert. Ach ja, ich vergaß zu erwähnen, dass die Kinder nach einem klitzekleinen Schluck gesagt haben, dass der scheußlich schmeckt. Es sind Stückchen drin, die eine seeehr eigenartige Konsistenz haben. Naja, also für Jasmin und mich eben jeweils 1 Smoothie die wir nicht wollten und Jasmin auch nicht trinken kann, wegen der Stückchen. Auch gut. Der Smoothie wandert einmal im Kreis aber so wirklich schmecken tut er niemanden.

Next Stop – Madame Tussauds – wir haben die Tickets schon gecheckt und nehmen die Pre-Order Ticket Line. Wir fahren mit dem Aufzug nach oben und tauchen ein in eine Welt aus Stars und Sternchen. Die Wachsfiguren sind in Sektoren unterteilt, wobei man natürlich überall Fotos machen kann. Teilweise liegen Requisiten rum die man benutzen kann, manchmal kann man auch Videos drehen.

Von Hollywood über Sport zur Musik, zum Königshaus und wieder zurück zu vergangenen Berühmtheiten wie van Gogh (Version 2.0 – also noch mit beiden Ohren dran) oder Dali usw. Den Abschluss machten noch eine Reihe Superhelden und dann wars das schon auch. Auch dieses Erlebnis war sehr lustig für alle, auch unsere Begleiter hatten das noch nicht gesehen. Na wie denn auch. Die Einheimischen gehen doch nicht von selber in so einen Touristenpalast.

Es war kurz vor 17 Uhr und mein Plan zum Waterloo Plein und dem berühmtesten Amsterdamer Flohmarkt zu kommen waren gleich 0 denn lt. Internet ist er nur bis 17:30 offen. Angelina hat einen anderen gefunden der bis 18:00 offen hat. Ich habe den Namen vergessen aber es ist etwas weiter entfernt. Auf jeden Fall passieren wir den Flohmarkt am Waterloo Plein und ich wünschte wir wären ausgestiegen. An der neuen Destination angekommen schlendern wir gemütlich zum “Floh”markt. Wir kommen um die Ecke und sehen – nichts mehr. Alle haben schon oder sind beim Zusammenpacken. Niemand und ich meine wirklich Niemand verkauft mehr etwas. Es ist 17:15 zurück lohnt sich auf keinen Fall mehr und hier gibt es auch nichts zu sehen. Somit ist die Flohmarkt-Ausbeute eher mager ausgefallen. Zum Glück konnte ich in Delft meine Klompijes ergattern.

Schwer enttäuscht gehen wir ein paar Schritte zurück in die vorher kurz gesehene Mühle die in eine Brauerei (Proeflokaal De Molen) umgebaut wurde und haben meinen Frust mal dort gelassen. Jasmin hat uns ein Bier-Probierset mit 5 verschiedenen Sorten geholt. Manche gut, manche naja. Martijn hat einen Snack mitgenommen: ein Käse, eine Hartwurst und eine Art Streichwurst, die aber eher an ein nochmal verarbeitetes Beef Tartar erinnert.

Als wir fertig sind beschließen wir heim zu fahren, also wieder rein in die Tram, Jasmin muss uns wieder alle einchecken, als das nicht gleich klappt, hat der Schaffner ihr mitgeteilt, dass es egal ist. Er hat schon gesehen, dass sie eine Gruppenkarte hat. Na hoffentlich klappt es beim Zug. Der Eingang beim Zug klappt wieder ohne Probleme und auch das aussteigen geht leicht! Noch schnell zum Jumbo (Spar oder Billa Vergleich zu Österreich) und ab nach Hause. Kaum im Auto hören wir aus der hintersten Reihe “ich muss aufs Klo”, also bleiben wir bei einer Tankstelle stehen und alle die müssen gehen nochmal pieseln. Es bleiben 2 von 7 im Auto. Was soll man dazu sagen. Möglichkeiten gab es vorhin genügend. Die Fahrt verläuft bis auf die Planung des restlichen Abends ereignislos, nach 45 Minuten sind wir bei Joosts Adresse. Dort stellen wir das Auto ab und laufen zur Straßenbahn. Wir wollen ja noch auf ein Konzert.

Die erste Meldung war das Frenk um 18:00 beginnt. Am Vormittag dann die Änderung auf 21:00. Während der Heimfahrt dann die neuerliche Korrektur 20:30. Somit war wieder mal alles umgeworfen. Zuerst wollten wir noch Essen gehen zum Griechen der das letzte Mal geschlossen hatte, dann wurde es der Dönerladen.

Wir gehen die letzten Meter und treffen im Lokal auf Marieke. Das Konzert war in einer Gasse vor einem kleinen Lokal und es war zwar etwas frisch aber gemütlich. Man konnte sich ein paar Stühle packen, musste sich aber schon so hinhocken, dass die Leute noch durchgehen können. Frenk spielt mit einem Kollegen der den Kontrabass bedient. Er singt und swingt und ist ein Vollblutmusiker durch und durch. Diese Art Musik (Blues) ist eigentlich nicht mein Ding, aber was er macht gefällt mir und auch meine Begleiterinnen sind begeistert. Ein sehr netter Abschluss des Abends. Wir können noch ein paar Worte mit Frenk in der Pause und am Ende wechseln, ehe die Kinder dann endgültig die Müdigkeit überkommt und wir den Heimweg antreten müssen. Wir verabschiedeten uns und fuhren mit der Tram wieder zurück in die Koningin Emmakade Straat zu unserem Auto. Einmal noch durch die Stadt von Den Haag mit dem Auto in die Sinasappelstraat 56 und der längste Tag bisher neigt sich dem Ende zu.

Wir sind alle mehr als geschafft von diesem lustigen, anstrengenden und aufregenden Tag und freuen uns auf morgen!!

Hinterlasse einen Kommentar