Hawaii (Oahu) – Tag 3 – Endlich Urlaub

K2‘s Tag beginnt ihrer Aussage nach um 4:00. Nachdem Sie gestern nach 6 Stunden Schlaf noch um 23:irgendwas munter wurde und sich kurz zu uns für eine Runde Skip-Bo gesellte, war der restliche Schlaf recht schnell beendet. Ob dies stimmt, wage ich zu bezweifeln, aber sie hat uns definitiv den Wecker ausgeschalten. Der eigentliche Plan war es zum Aloha Stadium Swap Meet & Marketplace zu fahren. Beginn um 8 Uhr. Und ratet mal ob das geklappt hat? Ich nehms vorweg: NÖÖÖÖÖÖ

Obwohl Frühstück schon da und unsere Zusammenarbeit im Appartement schon gut ist, dauert alles noch ein bisschen. Die Medikamente bei K2 wirken Wunder und sie ist bereit für jede Schandtat! Oh was sind wir froh, dass unser Urlaub jetzt endlich richtig beginnen kann. Der Weg zum Stadion wird ungefähr 30 Minuten in Anspruch nehmen, aber irgendwie ist hier alles an den Highway gekoppelt, sodass ich lediglich den Weg vom Ende des Highways zur Destination brauche und am Rückweg ebenfalls nur zur Auffahrt dorthin. Dann fährt man eigentlich so lang gerade aus bis man ein markantes Hochhaus sieht. Dort biegt man links ab und man ist quasi zuhause.

Am Stadion angekommen ist ein Eintritt von 2 Dollar pro Person zu zahlen. Wir zahlen 6 weil K2 noch unter 12 ist. Um einen Parkplatz zu finden müssen wir einmal ums Stadion fahren. Dieser Markt sieht RIESIG aus. Wir finden einen freien Platz und gehen die letzten paar Schritte zu Fuß. Es geht eine Reihe komplett um das Stadion herum. Die Stände sind rechts und links abgestellt. Der Markt geht von 8-15 Uhr. Wir sind um ungefähr 10:00 hier angekommen. Sollte sich doch locker ausgehen. Wir unterschätzen allerdings die Tragweite dieser Unternehmung, und scheitern KLÄGLICHST daran alles zu sehen. Die Mädels und ich hüpfen von einem Stand zum nächsten. Kappen, Hemden, Kleider, Schmuck, verschiedenste Mitbringsel und Schnitzereien. Wir finden beinahe alles was wir wollen, aber alles aufzuzählen übersteigt die Wortanzahl des Blogs, deshalb lassen wir das.

Wir brechen diesen Rundgang um 13:00 bei ca. „wir haben knapp über 1 Viertel geschafft“ ab und versprechen uns unbedingt wieder zu kommen. Hier gibts ja noch einiges zu entdecken, klar viele Sachen sind schon nach den paar Ständen immer die gleichen, aber zwischendrin sind auch Besonderheiten, die nicht so oft zu sehen sind.

Am Rückweg besprechen wir, wie wir heute den Tag weiter verbringen und entscheiden uns für Poke und Sushi am Strand. Das wurde uns von Freunden empfohlen, und das machen wir jetzt auch mal. Vorher noch unsere Einkäufe vom Flohmarkt nach Hause bringen, umziehen, Taucherbrillen und Mini-Surf Boards für die Mädels mitnehmen. Sharon erwartet uns schon und erinnert uns nochmal an die heutige Hawaiian Food Night bei uns. Vorher werden wir noch zu Costco einkaufen gehen. Die Vorfreude auf beides ist riesig! Die Englischkentnisse der Kinder werden auch immer besser. Währen K1 sich noch schwertut und immer alles richtig haben will, ist K2 pragmatischer. Sie sagt: „Man muss oft einfach nur Yes sagen, dann sind die alle glücklich. Das muss man nicht wissen was die einen fragen. Und wenn sie lächeln, lächelt man auch, weil die sind sehr nett“. Alright, darüber mussten wir erstmal nachdenken, aber im Prinzip hat sie recht.

Unser Strandaufenthalt beginnt mit einem guten Essen und endet mit einer Wanderung. Wir stürzen uns in die Fluten, wenn man das so sagen kann, denn gar so tief ist das Wasser ja nicht. An diesem Strand (Kuli’ou’ou Beach Park) ist eine kleine Halbinsel vorgelagert und Jasmin möchte einmal rundherum gehen. Naja warum nicht, also machen wir uns auf den Weg. 3x wurde mir gesagt, dass es hinter dem nächsten Baum, der nächsten Abzweigung, der nächsten Wand ja wohl wieder zurück gehen würde. Nichts da! Wie später selbst recherchiert ist die Halbinsel eine Bucht und wir wären hier nicht herumgekommen.

Das positive an der Wanderung ist allerdings Eggbert. Eine gerettete Kokosnuss die scheinbar noch geschlossen ist. Also müsste noch genug Flüssigkeit in ihr sein. Wir sind an mehreren Palmen vorbeigekommen, die Kokosnüsse getragen haben und ein paar sind auch am Boden gelegen. Eggbert war die einzig unversehrte. Nun fristet er sein Dasein bei uns bis er geknackt wird. An diesem Abend sind wir leider nicht mehr dazugekommen. Aber bald hat Eggberts Stunde geschlagen!

So, schnell abtrocknen, heimfahren, duschen, umziehen. Sharon und Costco warten schon. Dalli Dalli, die Einkaufsliste ist schon geschrieben. Dachten wir mal wieder. Man kann den Laden nur mit einer eigenen Karte betreten. Dazu muss man eine 30 Dollar pro Jahr Pauschale bezahlen. Naja die Karte haben wir nicht, man kann auch die Karte nicht abtreten, also haben wir Sharon mitgenommen. Zu dem Zeitpunkt dachten wir noch dass es ein einfacher günstiger Supermarkt ist. Nun ja, wir wurden eines besseren belehrt. Es handelt sich hierbei um einen Großmarkt wie zB Metro. Auch vom Sortiment her. Von den Elektronikartikeln, über Kleidung, Lebensmittel, Toilettartikel, Nahrungsergänzungsmittel gibt es dort auch Autos zu kaufen. Gefühlt hat im Lebensmittelbereich ALLES 15 Dollar gekostet. Die Packungsgrößen sind aber für Großfamilien gedacht. Also jede Packung x2 und die Größe der Packung ist auch verdoppelt. Beispiel die Erdnussbutter. Eine normale Größe hat 500g – hier war die Packung mit 900g und die gab es natürlich nur zusammengeschweißt im Doppelpack. Wir dachten wir bekommen etwas normales, aber das kannst du TOTAL vergessen. Man kann dort für einen Urlaub nicht einkaufen. Außer der Urlaub dauert 1 Jahr. Dann geht das schon. Oder du reist mit einer Gruppe von 10 Personen. Dann kommst du wahrscheinlich auch günstiger. Aber sonst, unbrauchbar. Auch die Einkaufswagen haben Übergröße und K2 hat das alles nicht interessiert. Alleine zuhause bleiben wollte sie nicht, demnach macht sie ihren Powernap im Einkaufswagen. Den Schlaf der Seligen kann man überall schlafen.

Zu allem Überfluss funktioniert unsere Bankomatkarte dort auch nicht. Nur VISA, also auch wenn wir unsere beiden Kreditkarten gezückt hätten, wäre es nicht gegangen. Sharon hat uns erstmal ausgelöst und wir haben ihr das dann bar überlassen. Noch eine Feinheit in dem Laden: Als wir zu Kasse gingen, war dort erstmal eine Dame, die die Artikel in unserem Einkaufswagen gezählt hat. Na gut, das seh ich ja noch ein. Dann kommen 2 Typen die deinen Wageninhalt abscannen und mehr oder weniger aufräumen. Und das schärfste kommt aber noch. Bevor du das Gebäude verlässt, steht da nochmal eine Dame die den Kassenbon mit den Artikeln vergleicht. Also nur die Menge. 10 sind bezahlt, 10 hat man im Korb, ahja danke tschüss!

Zurück Zuhause haben wir erst begriffen dass wir ja der Host dieses Abendessens sind. Kanani kommt mit seinem Enkel. Sharon ist ja mit uns gekommen. Jon und Sherry sind auch da. Alika ist zwar zu Hause, aber fertig von der Arbeit und irgendwo im riesigen Haus verschwunden. Wir bekommen typisch hawaiianische Gerichte: Ananas, Reis, Kalua Schwein (wird traditionell im Erdloch gegart) Laulau (Eine Überraschungsbox aus Rind, Schwein oder Fisch umwickelt mit Taro-Blättern) Poi (Cremige Masse aus Taro-Wurzeln) und Lomi Lachs (Ein Salat aus gewürfelten Lachs, Tomaten und Zwiebeln). Nach einem Tischgebet mit Gesang wurde zugeschlagen. Alles sehr lecker und satt wurden wir auch alle davon. K1 und K2 haben sich vorher schon vom Essen verabschiedet und wir haben uns noch launige Geschichten von früheren Hunden erzählen lassen und auch mit Kanani unser Date für morgen ausgemacht. 7:30 – Go to Church! Auch hierauf wurden wir hingewiesen und es bedeutet unserem Gastgeber sehr viel. Also erweisen wir die Ehre und hören uns an wie dieser Teil der Welt von Gott denkt.

Unser morgiges Tagesprogramm wird ebenfalls wieder aus einem Badetag bestehen, denn dann sollte es K2 schon wieder besser gehen und wir können jetzt wirklich in den allseits erwarteten und verdienten Urlaub und die geplanten Aktivitäten starten.

Mahalo dafür und bis morgen

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