Hawaii (Oahu) – Tag 4 – Holy Shopping

Wake up early heute! Um 7:30 gehts in die Kirche. Kanani geht dort jeden Sonntag hin und wir begleiten ihn diesmal. Gehört haben wir schon viel davon, ob das dann zutrifft, werden wir noch sehen. Ein schnelles Frühstück noch und unser Taxi ist schon da. Dresscode: As you feel comfortable.. ja, also Shirts and Shorts und Kleider;) Die Katholiken sind froh, dass überhaupt wer kommt also ists egal wie man angezogen ist (sagt uns eine befreundete Insiderin).

Die Holy Trinity Catholic Church ist sehr schön, sehr offen und sehr hell. Nichts im Gegensatz zu den europäisch alten Bauten mit ihren finsteren Ecken und Kanten. Wir werden gefühlt jedem vor Ort als „Friends from Austria“ beschrieben „Where i coached Football back then“ Sehr angenehm. NICHT! Aber wir werden herzlichst begrüßt und fühlen uns aufgenommen. Bevor die Messe beginnt wird aufgefordert dass die „NEUEN“ mal kurz aufstehen und sagen wo sie herkommen. Noch angenehmer 🙂 Es wird applaudiert, aber Gott sei Dank sind wir nicht die einzigen und so teilt sich der Applaus und die Aufmerksamkeit auf. Glück gehabt, dass wir keinen Vortrag halten mussten. Hätte nicht gewusst was ich erzählen soll. Kanani war sichtlich „proud of his friends“

Ach ja, wir haben noch jeder eine Muschelkette bekommen und einen netten Willkommensbrief. (In dem stand dass diese Gemeinde nicht verraten wird, dass wir in einer anderen Kirche als unserer eigenen waren. Ja vielen Dank auch!) Wie sich später herausgestellt hat, ist der Pfarrer auch nur die Urlaubsvertretung aus San Francisco. Deshalb hat es auch etwas länger gedauert, wie Kanani angemerkt hat. Die Messe an sich war sehr schön, ich bin zwar immer wieder mal gedanklich weggekippt, weil es doch auch akustisch schwer zu verstehen war und ich so einen Inhalt auf Englisch nicht gewohnt bin. Nicht dass ich diesen Inhalt auf Deutsch soooo viel besser finden würde, aber naja. Auch auf dem anderen Teil der Erde haben sie es noch nicht geschafft die Lautsprecher und das Mikrofon so einzustellen, dass man auch alles versteht, was der Herr da draussen erzählt. Es gab ein paar Songs, mit aufgebeamten Texten. (Welche aber alle irgendwie weder rythmisch noch sonderlich melodisch waren). So wie es dann zum traditionellen Teil mit „Brot“ und „Wein“ kam, gleicht doch alles irgendwie dem anderen. Einerseits verwundert es uns doch, Menschen die sich im ersten Moment die Hände desinfizieren, wenn sie jemandem die Hand schütteln, und keine 20 Minuten später mit allen anderen aus dem Raum aus einem gruseligen Zinnbecher trinken. Uuuurrrgh!! Na, Danke! Gruuuuselig! Die Messe war noch nicht ganz beendet und Kanani ist schon aufgesprungen mit den Worten: „We gotta get out of here now!“ Okey, dann los.

Nächster Halt Koa Pancake House zum 2ten Frühstück. Wir hatten: Stawberry Crêpes, und eine Java Lava Butter Mochi Waffel. Kanani einen Sweet Bread French Toast und Portugese Sausages. Eine schwere Kombi, aber es war alles sehr gut! Da das Wetter bis dahin nicht so mitgespielt hat, haben wir die Pläne wieder geändert. (Wie könnte es auch anders sein!) Da es von unseren Gastgebern leide nur Schwimmbrillen ohne Schnorchel gibt, wollte Jasmin für uns welche checken. Ich schlug Ross vor, da er erstens gleich um die Ecke war, und 2tens die da meiner Meinung nach wirklich alles haben können. Nun ja, Schwimmbrillen und Schnorchel hatten sie nicht. Schade eigentlich. Dafür vom Klostein über Babysachen bis zum Olivenöl alles. Nachdem wir sowieso schon hier waren, konnten wir auch gleich mal unsere restlichen Kleidungsvorräte für das neue Schuljahr auffüllen. Gefühlte 5 (Tatsächliche 3) Stunden waren wir in diesem Riesenladen. Er war wesentlich besser ausgestattet als der letzte Ross, auch mit einem etwas anderem Sortiment. Für jeden war was dabei! Ich brauche neues Duschgel, also wird das auch hier gekauft, ist schließlich ebenfalls im Angebot. 

Die Mädels sind hungrig und so gehen wir gegenüber zu Raising Cane‘s Chicken Fingers. Sehr fettig und ebenfalls seeehr lecker. Pommes, Getränk (Dr. Pepper Cola), eine Spezialsauce, Coleslaw und ein Brötchen. Kann man auf jeden Fall empfehlen. Jasmin will jetzt jedenfalls Schnorchelsets kaufen um nicht am nächsten Tag wieder Zeit mit einkaufen zu verschwenden und sie hat vorher die City Mill gesehen. Da muss es was geben. Bauhaus lässt grüßen sag ich nur. Unser jetztiges Fahrzeug hat total beschlagene Seitenscheiben. Man sieht kaum was raus, ich beschließe hier eine Polierpaste mitzunehmen und will versuchen das auf Vordermann zu bringen. Ok, wo kriegt man sonst noch Schnorchel her. Ach, fahren wir mal zu Longs Drugs, Jasmin braucht einen Bohrer. Hä? Wir waren doch grad im Baumarkt, warum will sie bei der Drogerie einen Bohrer.. Hmm, ach einen Haarreifen. Jetzt hab ich’s.

Wir schlendern durch die Regale und kaufen mehr als wir gesucht haben. Wie immer irgendwie. Finden auch 2 Erwachsenen – Schnorchelsets um jeweils 25 Dollar. Der Kassierer, ein zartes Männchen von 1 Meter 90 und leichten 180 Kilogramm begrüßt uns mit einem Aloha und Hang-Loose Gruß. Er ist der Inbegriff eines gechillten Hawaiianers und wir stellen ihm die unglaubliche Herausforderung, dass unsere Rechnungen getrennt werden sollen. Ja kein Problem für Chilli-Willi, er macht das ganz smooth. Nach dem 4ten Mal Telefonnummer herzeigen, sollte er sie schon kennen, aber egaaaaal. Hang-Loose eben!!

Die Schnorchelsets lassen wir aber erstmal liegen, weil im Nebengeschäft ein Tauchladen ist. Dort angekommen staunen wir nicht schlecht. Taucherbrille und Schnorchel, aber extra. Die günstigste Brille 80 und der Schnorchel 16 Dollar. Nein, danke. Wir gehen zum nächsten. Das sollte noch offen haben. Jasmins Geduld ist am Ende, sie wollte ja von Anfang an nicht in den Ross sondern gleich zum Tauchladen und jetzt haben wir immer noch keine Schnorchel. Laden Nummer 2 hat geschlossen. Eine halbe Stunde vor Closing Time, lt. Internet. Eine schnelle Recherche bringt Walmart als günstigste Bezugsquelle für unsere gewünschten Dinge hervor. Der ist aber wieder direkt in Honolulu. Also heim, Sachen ausladen, und ab zu Walmart. Um 18 Uhr sind wir zum Dinner verabredet, also nichts wie los.

Walmart ist wohl jedem ein Begriff, ein Sortiment wie INTERSPAR (Österreichischer Vergleich) nur eben nochmal mehr. Wir werden fündig. Und nehmen auch gleich noch Krabbenpatschen mit. All in All sind es auch 100 Dollar für alle geworden. Eine Investition die sich wohl auszahlen wird, wenn wir mehr als 1x Schnorcheln gehen. Schnorchelsachen ausleihen ist hier einfach irre teuer. Es ist 18:15 als wir bei unserer Final Destination ankommen. Heute hat Sharon zum Koreaner eingeladen. Kim Chee II – wir haben 3 Tische. Sherry und Jon sitzen hier, Kanani, Sharon, Chris (der jüngste Sohn) und Ko‘iku (Neffe). Lohi mit Hapuna und Hualani kommen kurz nach uns. Ein Familien und Freunde Essen sozusagen. K1 und K2 bestellen eine Ramen-Nudelsuppe mit Dumplings. Jasmin und ich eine gemischte Platte mit allen möglichen gebratenen Fleischsorten. Uns hat alles geschmeckt, die Mädels waren von der Suppe nicht so begeistert. Es wurde natürlich hin und her getauscht, sodass alle satt und glücklich waren und wir auch noch was mitnehmen konnten. Lohi hat anschließend noch Malasadas als Nachspeise mitgebracht. Hätte ich jetzt auch noch nie gesehen, dass jemand seine eigene Nachspeise mitbringt (außer es ist ein Geburtstag) aber es hat niemanden gestört.

Als wir dann nach Hause gefahren sind, habe ich im Dunkel der Nacht und den Straßenlaternen einen seltsamen Schatten auf der Motorhaube gesehen. Da hat sich doch original ein Gecko drauf verirrt. Leider konnte ich nicht sofort stehenbleiben, sodass er mitfahren musste. Bei einer Ausweiche fuhr ich ran um ein Foto zu machen. In dem Moment verschwand das Vieh gleich unter den Wischerarmen. Ich denk mir, na dann fahren wir halt weiter. Keine 5 Minuten später steht der Idiot wieder auf der Motorhaube. Jasmin versuchte ihn zu fotografieren, aber der kleine Teufel ist schneller als man denkt. Naja jetzt hat er halt einen Ausflug aufs Land gemacht und kann es sich hier gemütlich machen.

Abends haben wir dann noch unsere „laundry“ gemacht, die Wäsche. In einem riesigen amerikanischen Top-Loader von Samsung 🙂 also Asia-Ami-Kombination Deluxe. Wir unwissende Europäer haben uns dann 15 Minuten Wasser einlassen und Drehmomentum gegeben, da dieses „Erlebnis“ bei einem Top-Loader „ganz“ anders ist.

Morgen stehen ein paar Schnorcheldestinationen am Programm. Hoffen wir dass das Wetter mitspielt.

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