Heute gab es weder einen Stromausfall noch sonstige Zwischenfälle. Ich habe French Toast mit dem restlichen Sweetbread (Guave Taste) gemacht. Etwas dunkel sind sie schon geworden, aber gut waren sie trotzdem.
Es steht der Rest von Pearl Harbor an und wir machen uns ziemlich bald auf den Weg. Ich recherchiere noch ob wir auf Ford Island fahren dürfen. Theoretisch schon, praktisch haben wir aber keine Erlaubnis dafür, also müssen wir den Bus vom Visitors Center nehmen. Wir sind früher da als gestern und sind erstaunt über den leeren Parkplatz. Wir geben die Tasche wieder wie gestern ab und bezahlen das Parkticket online. Wenn man das Center betritt, wendet man sich nach rechts und erreicht den Bus nach ein paar Minuten. Auch hier erstmal keine Ticketkontrolle. Keine Fotos während der Fahrt auf Ford Island erlaubt! Es handelt sich noch immer um einen aktiven Militärstützpunkt.
1. Stopp vor der USS Missouri – Das letzte richtige Kriegsschiff der US Flotte. Ein Ungetüm in Grau sticht einem direkt ins Auge. Die 50 Flaggen der US-Bundesstaaten davor sind der Höhepunkt des Patriotismus heute. Jeeeeetzt werden die Tickets kontrolliert. Ja klar, man könnte auch hierher fahren ohne das Schiff zu betreten. Nur wozu sollte man das machen? Außer man ist ein Spion und will wissen wieviele Menschen hier arbeiten oder wohnen. Wir betreten das Schiff und es fängt nun wirklich mal an zu regnen. Die letzten Tage war es in der Früh immer total bewölkt und es hat genau 3 Minuten genieselt. Heute nieselt es zwar auch, aber es dauert wesentlich länger. Als Regen würde ich das dann doch nicht so richtig bezeichnen. Wir haben eine Tour inklusive und warten auf unseren Guide. Eine Dame aus Michigan erklärt uns sämtliches Wissenswertes über diese Schlachtschiff. Größe, Breite, Besatzung, Kampfeinsätze, Besonderheiten und und und. Das interessanteste für mich, ist die Tatsache dass alle 9 Kanonen gleichzeitig abgeschossen werden können und das Schiff keinen cm vom Kurs abweichen würde. Ein wirklich geschichtsträchtiger schwimmender Ort. Wir stehen auf dem Deck an dem der Friedensvertrag des 2.Weltkrieges unterschrieben wurde. In 23 Minuten war alles vorbei und der Krieg war beendet. Nach unzähligen Todesopfern.
Ein Geschichte über einen Kamikaze Piloten der das Schiff „leider“ nur verbeult hat und dann von den Amis auf See bestattet wurde, bekommen wir ebenfalls zu hören. Nach der 3/4 Stunde können wir beinahe alles hier auf eigene Faust erkunden. Schon klar dass vieles abgesperrt ist und nicht betreten werden will. Von mehreren Küchen, über die Poststellen, von der Donut-Bäckerei zum Zahnarzt inkl. Warteraum gibt es hier wirklich ALLES. K2 verknipst nicht nur ihren Iphone Akku, sondern macht auch ihren Speicher mit unnützen Bildern von ewig gleich ausschauenden Räumen voll. Wir sind schon gespannt wie sie es dann machen wird, wenn wir im Museum sind, wo es keine Räume mehr gibt. Nichts desto trotz verbringen wir unsere Zeit mit Unter- und Oberdeck und Steuerraum und keine Ahnung was noch bis 13 Uhr an Bord.
Danach ruft der Hunger und zum Glück gibt es Food Trucks. Es wird Essen bestellt – Orange Chicken mit Reis, ein Chicken Breast Sandwich und eine 3er Portion Chicken Tenders (Also Fingers eigentlich) – beim Schreiben dieser Zeilen merke ich grad, wie eintönig das ganze klingt. Nur Chicken – Chicken – Chicken.. Wie das Essen der Kinder geschmeckt hat weiß ich nicht, aber das Orange Chicken war lecker! Ab zum Bus, wir müssen weiter. Die Haltestelle ist wieder eine Wartezone im Amerika Style – eine Schlange von links nach rechts und wieder retour unter einem Zelt. Gott sei Dank sind es Sitzplätze. Der erste Bus ist voll, also 15 Minuten warten. Nach nicht mal 5 Minuten kommt der nächste. Die Taktung scheint ganz gut zu sein. Wir fahren weiter zum Pearl Harbor Aviation Museum nicht ganz 10 Minuten entfernt. 2 riesige Hangars voller Flugzeuge. Mein geheimes Fliegerherz schlägt höher.
Beim Eingang wird kontrolliert und wir bekommen Audio Guides. Toll, man kann selber aussuchen welche Sprache man haben möchte. Aus Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Spanisch und Französisch suche ich mir Englisch aus und stoppel mir meine Kopfhörer ein. Ein total unmotivierter Kerl trägt trockene Fakten noch total enthusiastisch vor. Wie das geht, konnte ich mir bis dahin nicht erklären, aber es geht. Nach dem Eingang in die Ausstellung wird direkt ein japanischer Flieger präsentiert der Pearl Harbor angegriffen hat. Natürlich MIT asiatisch anmutenden Piloten, der versucht eine Mischung aus freundlich und doch gefährlich zu sein. (Freundlich für die Besucher, grimmige Pose für alle Fotos). Wie lautet hier die Stellenausschreibung? Wir suchen einen Schauspieler der einen japanischen Piloten in einem Museum darstellt: Vorraussetzung – Aussehen eines Asiaten! Freundlich und grimmig!
Wir schlendern von einem Flieger zum nächsten, schauen uns nochmal den Angriff auf Pearl Harbor auf einer riesigen Leinwand an. (Nicht dass sich daran was geändert hätte) Das Highlight dieses Besuches war dann ein Flugsimulator. Für einen 20 Dollar Eintritt kann man zu 2t Platz nehmen. Jeder hat einen Steuerknüppel in der Hand und man kann abwechselnd das Gerät steuern. MIT Bewegung. Also wenn man im Simulator einen Looping fliegt, dann macht man das in echt auch. DAS WAR LUSTIG! Dringende EMPFEHLUNG!!! Man kann dort gegnerische Flugzeuge abschiessen. Leider haben wir es nicht geschafft, die Mädels haben aber gesagt dass wir von den Leuten draußen angefeuert wurden. Die Mädels hatten bei ihrer Simulation auch jede Menge Spaß.
Durch den Shop gehts nach draußen und wir können in den nächsten Hangar gehen. Als wir vorher reingekommen sind, haben wir Armbändchen bekommen, die uns als Besucher kennzeichnen. Als ob das irgendwen aufhalten würde, wenn er hier abhauen wollen würde. Man kann nämlich selbstständig von einem Hangar zum nächsten gehen. OHNE Begleitung. Auf einem Militärstützpunkt! Beeindruckend. Das Highlight des 2ten Hangars ist der Overall Ständer. Man kann sich anziehen wie ein Pilot und in einem echten, aber ausrangierten, Flugzeug Platz nehmen. Mehr gibt es hier aber auch nicht zu sehen. Als letztes kann man noch in den Tower gehen. Allerdings nur bis in den 3ten Stock. Auch hier gibt es, aus unserer Sicht, rein gar nichts Neues oder Interessantes mehr zu sehen. Wir verabschieden uns vom Aviation Museum und warten auf den Bus. Der Erste vor uns ist schon gut voll. Beim nächsten bekommen wir direkt vor uns zu hören, dass wir stehen müssen oder auf den nächsten warten können. Wir stehen gerne, wir wollen raus hier. Schließlich ist noch ein letzter Shopping Tag im Waikele Premium Outlet angesagt.
Gute 15 Minuten von Pearl Harbor entfernt, befinden sich knappe 60 Shops. Erster Stop RipCurl – Ich finde 2 Hoodies für 30 Dollar und Jasmin eine Flatter-Strand-Hose. Im Adidas Outlet gibts Laufschuhe für K1 um 50 Dollar. Ein weiterer Schuhladen ist ohne Rabatte. Keine Ahnung was der im Outlet macht. Der Crocs Store wird unser Endgegner. Ich sehe das Angebot Buy 2 – Get 2 Free und wir brauchen gefühlt 1 Stunde um uns alle auszustatten. 4 Schuhe, 7 Jibbitz und 109 Dollar später gehts noch in den Levi’s Store wo es teilweise auf reduzierte Ware nochmal 70% Rabatt gibt. Also Hosen um 15 Dollar! Jasmin findet nur einen Rock, will aber doch nochmal herkommen, weil die Zeit einfach nicht gereicht hat. Um 19 Uhr schließt hier alles.
Wir fahren im Abendverkehr nach Hause und bleiben noch bei Foodland stehen. Brot fürs Frühstück wird noch benötigt. Der Verkehr auf der teilweise 6-spurigen Autobahn pro Richtung ist zu Stoßzeiten enorm. Gestern um 17:10 hätten wir über eine Stunde gebraucht von Pearl Harbor nach Hause. Heute um 19:15 haben wir vom Outlet 35 Minuten bis nach Hause benötigt. Das Outlet liegt aber noch hinter Pearl Harbor. Man muss hier schon schauen, wann man wohin fährt. Wir haben jetzt keinen Stress oder Verpflichtungen, aber wenn man zur Arbeit muss oder andere Termine hat, kann das schon ein großer Dämpfer sein. Den ganzen Tag über haben wir unsere Termine weiter geplant und haben nun für Freitag unseren Surfkurs fixiert! Darauf freuen wir uns schon sehr.
Zum Abendessen wärmen wir uns die massiven Reste von gestern auf (Überraschung – für morgen ist auch noch was da) und die Kids spielen hier noch mit den Gastgeberkids. Ohana eben. Funktioniert auch ohne Sprache
Was der Tag morgen bringt ist noch nicht ganz fixiert, aber es soll wieder ein Entspannungstag werden.
Hinterlasse einen Kommentar