Hawaii (Oahu) – Tag 8 – Lieber Sherwood als Waikiki

Today Beach Day again. Frühstück, packen, eincremen. Wir sind eingespielt beim Frühstück machen, herräumen, abwaschen, aufräumen.

Der morgendliche Talk mit Alika was heute bei uns ansteht, hilft immer wieder aufs Neue um kleine Änderungen vorzunehmen und alles zu optimieren. Also Kühltasche mit Essen vollmachen, (davon ist genug im Kühlschrank) Boogie-Boards einpacken, (die die nicht gebrochen sind, ja da gibts ein paar davon. Warum man die alle aufbewahrt – Keine Ahnung) und los geht die wilde Fahrt.

Naja ganz so wild ist sie nicht und ganz so weit auch nicht. Knappe 20 Minuten an der Küste in Richtung Westen, bis wir am Waimanalo Beach (oder Sherwood Beach, wie er vor der Rückbenennung auf Waimanalo hieß) ankommen. Ein traumhaftes Fleckchen Erde. Die Wellen, der Sand, der Wind. Alles lädt zum Verweilen ein. So weit das Auge reicht nur Strand und türkisblaues Wasser. Wir breiten uns unter den Bäumen aus und die Mädels machen sich schon auf den Weg ins Wasser. Man muss hier nichts desto trotz unheimlich aufpassen, da die Strömung doch recht stark ist. Man wird ganz schnell rausgezogen und auch wieder reingespült. K2 tut sich etwas schwer, weil das Wasser ungewohnt schnell tiefer wird und manchmal doch erhöhte Sandbänke da sind. Es geht ganz schnell auf und ab. Nach wenigen Minuten im Wasser steht man 20 Meter weiter südlich, weil man nicht merkt, wie einen das Meer übersetzt.

Das Boogie-Boarden macht uns allen Spass und es klappt auch ganz gut. Anstrengend ist es allemal. Nach einer halben Stunde gehen wir wieder raus und bauen eine provisorische Wäscheleine aus Holzstöcken. Die Mädels sind aber schon wieder am Weg ins Wasser und wir genießen einfach die Zeit am Strand. Später wird noch das restliche Essen der letzten Tage aufgemampft und wir legen uns das erste mal alle aufs Ohr für einen kleinen Powernap. Da der Wind hier immer bläst, ist die Temperatur genau richtig. Danach gibts eine weitere Runde Boogie-Board. Die Wellen sind gefühlt etwas höher geworden. Die Mädels dreht es oft über, aber sonst passiert uns nichts weiteres. Nebenhöhlenentzündungen haben wir die nächste Zeit auch keine mehr, alles ausgeputzt. Der Sand verkrümelt sich in sämtliche Ritzen! Als Highlight haben wir eine ganz kleine portugiesische Galeere gefunden. Die Mädels behaupten zwar sie haben mehr gefunden, aber der Beweis fehlt. Beide holten sich ihre Taucherbrillen und stürzen sich todesmutig nochmal in die Wellen. Jasmin und ich gehen uns derweil sauber machen, duschen und umziehen. Als wir wieder kommen, steht K2 vor uns und sagt, dass sie ihre Taucherbrille verloren hat. Eine Welle hat sie erwischt und ihr die Brille vom Gesicht hochgerissen, und dann bei der 2ten Welle hat die Brille endgültig „auf nimmer wiedersehen“ gerufen und wurde befreit. Ja, man muss ja die lokale Wirtschaft unterstützen und alle 3 Tage neue Schwimmbrillen kaufen.

Wir fahren nach Hause, duschen und ziehen uns um. Barefoot Beach Café ist wieder dran. Lohi und die Mädels kommen auch hin. Jetzt merken wir dass 2 von 4 sich doch heute etwas aufgebrannt haben. Und eins sag ich euch: ICH bin nicht dabei! Gott sei Dank haben wir genug After Sun und hier auf Honolulu gibt es die ja auch in Massen zu kaufen. Wir wollen vorher zu Ross in Waikiki und anschließend zum Café. Den Shop haben wir zwar gefunden, den Parkplatz hab ich aber glatt übersehen und wir müssen in Waikiki im Kreis fahren. Finden dann einen Parkplatz direkt vor dem Café. Ein Parkautomat steht hier direkt vor dem Parkplatz. Jasmin will etwas einwerfen, ich sage es blinkt grün, also ist es bereits gezahlt. Auch am Bildschirm steht oben dass es noch bis 18 Uhr bezahlt ist. Sie glaubt mir aber nicht so recht. Findet aber auch über ihre Google Recherche nichts dazu. Ich sage, dass der Vorgänger das bezahlt hat und einfach gefahren ist. Nein, das glaubt sie nicht! Wer tut sowas? Hmm sie eigentlich ganz oft!

Wir schlendern nach Waikiki und steuern ein paar kleine Shops an. Jasmin will noch ein Rash-Guard für sich und K2 kaufen. Ein Geschenk für den Papa der Mädels wird auch noch besorgt. Wir schauen uns die Menschen hier am Strand Waikiki an. Es ist schon spannend, wie sie hier alle wie die Sardinen liegen. Der Beach ist rappelvoll und ich würde keine Sekunde mit dem heutigen Strand oder jedem anderen, wo wir in der Woche waren, tauschen. Einmal werden wir sicherlich noch herschauen, um uns das alles hier genauestens anzusehen. Was wäre Oahu ohne Waikiki Beach.

Der Weg zum Barefoot Beach Café ist nicht sehr lange. Wir finden einen freien Platz und bestellen unser Essen. Surf & Turf, Fish and Chips und Loco Moco sollen es werden. Alika und seine Band versüßen den Abend. Wie wir erfahren haben, ist es eigentlich eine bezahlte Bandprobe. Jeder der Musiker bekommt Essen, und Alika wird auch noch bezahlt dafür. Genau zum Sonnenuntergang machen sie Pause, sodass man die perfekten Fotos machen kann. Etwas später am Abend kommen dann doch noch Lohi und ihre Mädels vorbei. Sie haben Milchshakes mitgebracht. K1 und K2 freuen sich darüber und schlürfen den Mango und den Erdbeer Shake in Windeseile aus. Der Abend ist um halb 8 ca. vorbei und das Café wird langsam geschlossen. Als wir da so sitzen, sehe ich links oben am Überhang des Daches einen Schatten vorbeiziehen. Zum Glück huscht er länger und ich kann einen Blick drauf werfen. Eine riesige fette Ratte spaziert seelenruhig am Dach entlang und wartet wohl auf ihre Bestellung. Hier in Hawaii gibt es eine Rattenplage. Dafür haben sie Mungos hergeholt, um die Ratten zu fressen. Was die Herrschaften aber nicht bedacht haben ist: die Ratten sind nachtaktiv, die Mungos tagaktiv. Jetzt haben sie nicht nur eine Rattenplage, sondern auch eine Mungoplage. Naja, ist ja nicht meine Insel.

Wir sehen die gleiche Ratte, oder eine andere mit der gleichen Farbe, noch 2x und beschließen nun zu gehen. Ach ja, vorher haben wir uns noch ein Shaved Ice gegönnt. Und was soll ich sagen: Lasst es. Es ist nur grob zerhäckselter Eiswürfel mit Sirup drüber. Den Hype nicht mal annähernd wert!!! Die Ananas, die Jasmin als Desert hatte war dafür unglaublich reif und süß.

Die Matratzen rufen schon laut, morgen steht der Surfkurs am Plan. Wurde von unserer Familie hier organisiert. Mal schauen, wie das wird. Wir freuen uns auf jeden Fall schon sehr darauf.

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