Endlich ausschlafen! Wir haben unsere Pläne angepasst, und erforschen heute erstmal die Altstadt und danach gehts ins Forum Gdańsk. Mädels murren schon seit 3 Tagen, dass alles blöd ist, weil wir nie shoppen gehen. Tja, ihre Gebete wurden erhört, also wird heute Nachmittag geshoppt. So zumindest sagt der Wetterbericht wäre es optimal. Als wir in der Früh aus dem Fenster schauen, sehen wir außer Wolken und Regen nichts anderes, also switchen wir unseren Plan und gehen gleich shoppen.
Zuerst lassen wir uns megaviel Zeit und trödeln bis wir schließlich um 9:30 die wirklich weit entfernten 10 Minuten zu Fuß gehen, bis wir beim Forum ankommen. Es ist eine riesige Shopping-Mall mit keine Ahnung wievielen Geschäften. Aber zuerst Frühstück. Wir probieren Lviv Croissants. Wie wurde es uns so schön empfohlen: Nicht nur leckere Croissants, sondern auch Instagram-taugliche Optik. Ja da muss man hin. Und tatsächlich wurde nicht zu viel versprochen. Fotos machen haben wir allerdings vergessen.
Danach ging’s an den ersten Teil des Shopping-Trips. Wir finden vieles was es bei uns auch gibt, aber wir gehen in einen HalfPrice. Kurz ausgedrückt, TK-Maxx oder wie letztes Jahr in Hawaii – Ross. Auch hier gibt es alles und nichts. Die Auswahl ist riesig, das Geschäft ebenfalls. 3 Stockwerke. Die wissen selber nicht, wohin mit den Sachen. Danach gings zu House und Schuhe schauen in einem Laden wo mir der Name nicht mehr einfällt.
Mittag naht und wir konsultieren unsere Mägen – Ja, Hunger naht, also essen – K1 geht mit mir, K2 mit Jasmin. Wir teilen uns auf und bestellen wer wo was möchte. K1 spechtelt kurz zu KFC – die Schlange davor lässt es mich aber sofort verneinen. Da wartest eine Ewigkeit. Wir machen einen lokalen Burgerladen aus und holen uns dort was. Während K1 einen Tisch für uns organisiert hat Jasmin bei K2 nicht sooo gut ablehnen können. Sie stehen in der Ewigkeitsschlange bei KFC. Es sollte doch etwas Zeit vergehen bis wir alle, alles verputzt haben.
Danach beginnt der 2te Teil der Einkaufswut. Wir besuchen einen NewYorker, Cropp, Sinsay und Reserved. Der erste bekannt, die anderen ebenfalls lokale Spezialitäten. Vor allem Cropp sticht durch eine Besonderheit hervor. Hier sind die Umkleiden so hergerichtet, dass man glaubt, man steigt in ein Zugwagon-Abteil ein. Innen sowie Außen sehr originalgetreu. Bevor wir in den letzten Laden gehen, teilen wir uns auf, denn wir brauchen ja immer noch Wasser. Es gibt hier einen Eurospar und K1 und ich gehen dorthin. Auch brauchen wir noch Zahnbürsten, denn leider hat meine Idee mit dem Laden unserer elektrischen Bürsten auf dem Uhrenladegerät nicht geklappt. Sie merken zwar das Strom kommt und bereiten sich quasi für die Ladung vor, es dürfte aber zu wenig ankommen, denn dann schalten sie direkt wieder aus, nur um danach wieder von vorne sich zu aktivieren.
Mitten im Geschäft passiert es dann. Das Einkaufssackerl des heutigen Tages denkt sich wohl: Ihr könnt mich mal, ich mag nicht mehr. Der Henkel reißt. Gott sei dank nicht mehr, denn so kann ich es zumindest noch unterm Arm tragen. So endet unser Shopping Tag um ca. 17 Uhr (Jasmin die für Jeden inkl. meiner Wenigkeit die Shoppingbegleitung war, hat als einzige für sich nix bekommen) und wir bekommen noch eine kleine Modenschau der Mädels. Ist ja nicht so, dass wir nicht dabei gewesen wären, als Jasmin die Sachen gekauft hat. Es werden noch Reste von gestern und heute gegessen, sodass wir nichts wegwerfen müssen. Der heutige Plan war sowieso nicht mal ansatzweise wie geplant, also können wir den letzten Teil auch noch umändern.
Straßenbahn und ab zum Meer. Die Tickets wollen ja nicht umsonst gekauft worden sein. Es gibt so ein Kombi Ticket – Bus / Straßenbahn / Bahn in der Dreistadt – Gdańsk – Sopot – Gdynia. Das hat uns Jasmin organisiert und das wollen wir auch noch irgendwie nutzen. Also raus aus der Wohnung und ab zur Endstation Brezno Plaza. Es ist eine Strandpromenade die alle Stückerl spielt. Von der Eisdiele, den verschiedensten Fressbuden, Mitbringsel, bis zur Spielhölle ist da alles dabei. K2 haut ihre Zlotl auf den Kopf und will etwas gewinnen. 15 Zlotl und 40 Sekunden später merkt sie, mjääää, das wird heute nix. Jasmin bremst sie aus, sonst wäre das restliche Urlaubsgeld draufgegangen.
Schuhe aus am Strand, sonst ist das Feeling ja falsch. Wir sind komplett an der Ostsee und der Sand ist wirklich verdammt kalt. Dafür macht er seeehr seltsame Geräusche. Es hat den halben Tag geregnet und der Wind braust uns um die Ohren. Gut dass wir alle dick angezogen sind. Sonst wären wir spätestens jetzt krank. K2 hüstelt eh schon etwas. Wir watscheln alle mal bis zu den Knöcheln ins Wasser und stellen fest, dass es drinnen doch wärmer ist als draußen. Aber eines können wir uns sicherlich abschminken. Hier ins Wasser zu gehen. Das Wetter spielt einfach nicht mit. Außer es steigen morgen die Temperaturen auf 40 Grad (Wovon keiner ausgeht) und wir schwitzen uns einen runter. Aber sonst wars das mit Baden in Polen an der Ostsee.
Die Mädels vergnügen sich im Sand und Wasser und wir warten den Sonnenuntergang ab. Trotz Wolken und Land das irgendwie die Sicht versperrt, bekommen wir ein paar schicke Bilder. Irgendwann wird allen kalt und wir wollen gehen. Der klitzekleine Hunger überkommt uns noch und ich entdecke eine 24/7 Pizzastation auf der mal mit 5, mal mit 8 Minuten fertiger Pizza beworben wird. Na mal schauen, wir stoppen nicht mit, aber irgendwo dazwischen kann es schon so stimmen. Die Pizza ist eher klein, aber vom Teig her schmeckt sie uns allen sehr gut. Da 4 Leute sich niemals einigen können gibt es Margerita, da kann nichts schief gehen. Als wir die Packung übersetzen lassen steht dort sogar drauf: Fertig in 3 Minuten! Jasmins Theorie: Der Verkäufer des Ofens hat hat mit 3 Minuten geworben, der Käufer hat in Vorfreude gleich Kartons gedruckt. Als die Maschine dann kam, stand schon 5 auf der Maschine – (grr. Fotoshop) – Dann haben sie den Ofen aus China probiert und der hat dann halt einfach 8 gedauert und so mussten sie dann auch auf dem Automaten die Zeit nochmal ausbessern. Aber halt nur da wo man es sofort sieht. Egal, sie war für 6,50€ sehr gut, also die Pizza, was die Maschine gekostet hat, wissen wir nicht.
Da es schon spät ist, fahren wir nach Hause, waschen noch etwas Wäsche und planen den morgigen, letzten Tag hier in der Gegend. Was uns aber allen einstimmig auffällt: Hier sind überall Touristen. Man hört sie auch andauernd. Ob Deutsche, Italiener oder Franzosen. Man hört die ganze Zeit irgendwelche Sprachen aber polnisch mal nicht, bzw. weniger. Das gefällt uns leider ganz und gar nicht an Danzig. Die (Innen)Stadt wirkt touristisch stark überlaufen und auch total darauf ausgelegt. Schade eigentlich, denn es ist wirklich ein wunderschönes Städtchen (mit knapp 490.00 Einwohnern).
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